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STYLE SECRET: Tanita Tikaram
Die Koffer für die Tour

Wir kennen sie seit der Zeit des Erfolgssongs „Twist in my Sobriety”, der am Ende 1980er Jahre die Charts stürmte und ihre raue, tiefe Stimme im Gedächtnis der Hörer einprägte.
Heute ist Tanita Tikaram, die englische Sängerin und Komponistin mit indischen und malaiischen Wurzeln, wieder on Tour.

Ihren nächsten Veranstaltungstermin hat sie am 4. April in Freiburg. Wir haben sie im Dezember nach ihrem Auftritt im Blue Note in Mailand getroffen und sie danach gefragt, wie sie es schafft, immer unterwegs zu sein und sich nur kurz an einem Ort aufzuhalten. Genauer gesagt, wollten wir von ihr wissen, wie sie ihre Koffer für die Tour packt.

Danach waren wir bei ihr zu Hause in London. In ihrem Probenraum mit Blick auf den Park hat sie uns ihr Geheimnis als reisender Rockstar verraten: Zu Beginn teilt sie sich einfach in zwei Personen.

Tanita packt zwei Koffer: den für die Auftritte und den privaten für die wenige Freizeit, die ihr unterwegs bleibt. „Ich habe wenig Zeit, deswegen muss ich ziemlich praktisch sein und organisiert vorgehen. Wenn ich die Dinge mithilfe von Koffern voneinander trenne, dann kann ich das auch besser in meinem Kopf”.

Die Koffer.
Der größere Koffer ist für die öffentliche Person Tanita Tikaram gedacht.
Darin finden sich weite Baggy Pants mit tief sitzendem Bund: „Ich brauche viel Bewegungsfreiheit”. Außerdem Blusen mit eher männlichem Schnitt und ein Paar Jacken.

„Ich brauche nicht viel auf der Bühne, im Leben eigentlich auch nicht”.
Weshalb dann die zwei Koffer? „Vielleicht ist es ja unnütz, die beiden Welten voneinander zu trennen...”

Das zweifarbige Leder ist weich und offenbart eine genaue Aufteilung: Alles ist nach Themen geordnet, in einer weichen Netztasche sind die T-Shirts untergebracht, in der anderen die Wäsche, in einer weiteren die Strümpfe und so weiter… ohne jemals die Stil zu verraten.

„Basic und mit einem Hauch Asien, ein bisschen japanisch, was sehr gut zu dem Retro-Look meiner Band passt. Eine sehr persönliche Angelegenheit, die man auch übersehen könnte. Das mag ich”.

"Photo courtesy Natacha Horn and Blue Note Milano"