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Schauspielkunst mit Stil: Paolo Briguglia
Der italienische Schauspieler für Tod’s Touch

Paolo Briguglia ist ein junger, talentierter italienischer Schauspieler. Er wurde 1974 in Palermo geboren, hat in Rom an der Accademia Nazionale d'Arte Drammatica Silvio D'Amico studiert und dort 1998 seinen Abschluss erlangt.
Mit großem Erfolg bewährte er sich sofort in verschiedenen Genres, ob in Film, Theater oder Fernsehen.

Seine bislang bedeutendsten Rollen spielte er in den Filmen „El Alamein 1942 - Die Hölle des Wüstenkrieges“ von Enzo Monteleone, „100 Schritte“ von Marco Tullio Giordana, „Buongiorno, Notte - Der Fall Aldo Moro“ von Marco Bellocchio, „Ma quando arrivano le ragazze“ von Pupi Avati, „La Terra - Der Beitz“ von Sergio Rubini und „Basilicata: Von Küste zu Küste“ von Rocco Papaleo. Weitere Rollen belegte er in den Fernsehfilmen „Il tunnel della libertà“, „Il figlio della luna“, „Caravaggio“, „Giovanni Falcone“ und „Era mio Fratello“. Und im Theater ist er dieser Tage in dem Stück „Il gioco dell'amore e del caso“ zu sehen.

Sie sind ein sehr vielseitiger Schauspieler: Theater, Film, Fernsehen... Haben Sie bestimmte Lieblingsorte, wo Sie gern Ihre neuen Rollen einstudieren? Was brauchen Sie, um sich in eine Figur hineinzuversetzen?
Der „Aufbau“ einer Figur ist ein langer, geduldiger Prozess, bestehend aus Proben, Fehlern, Frustrationen und dann einem Lichtstrahl, wenn man begreift - da, das ist der Weg! Jeder Film, jedes Theaterstück und jeder Fernsehfilm hat seine eigene Geschichte und Originalität, daher kann die Schaffung einer Figur eine faszinierende Reise sein. Wenn man eine reale Person darstellen soll, geht man oft davon aus, sich mit der Persönlichkeit auseinanderzusetzen. Viele andere Male entspringen die Figuren aber auch der Phantasie und man kann sie um Orte bereichern, die für die eigene Vorstellungskraft von Bedeutung sind. Es ist immer wieder schön, zu entdecken, was die kreative Vorstellungskraft aus dem Depot der Erinnerungen herauszufiltern vermag. Daher gibt es für mich keinen speziellen Lieblingsort, sondern eher immer neue Wege. Was man jedoch braucht, ist die uneingeschränkte Bereitschaft, im eigenen Inneren und in der eigenen Umgebung nach dem zu forschen, was für die Figur von Nutzen ist, und das auch ohne Angst auszudrücken.

Derzeit spielen Sie in dem Theaterstück „Il Gioco dell'Amore e del Caso“. Welche Bühnen in Italien mögen Sie am liebsten? Und wohin gehen Sie gern nach Vorstellungen?
Eins meiner Lieblingstheater ist das Valle in Rom, es ist wie ein kleiner Schatz, eine mysteriöse Insel. Das Lauro Rossi in Macerata in den Marken trage ich im Herzen und auch ein kleines Theater in der Region Emilia Romagna, in der Gemeinde Rio Saliceto. Italienische Theater sind wie alte, große Weise und doch ewig jung. Sie haben eine Seele und Erinnerungen. Wenn ich auf Tournee bin und in ein neues Theater komme, versuche ich, die in der Luft schwingenden Stimmen zu hören, die Stimmen meiner berühmten Kollegen, die vor mir auf diesen Bühnen gestanden haben, und die Stimmen des Publikums, sein Weinen und sein Lachen. Dazu gehe ich zu ungewöhnlichen Zeiten in den Saal, wenn niemand sonst dort ist. Und nach der Vorstellung, wenn man noch voller Adrenalin ist, geht es zum Essen und dazu wird gelacht, gescherzt und getrunken!

Kino, Fernsehen oder Theater?
Alles natürlich! Ich will die Grenzen zwischen diesen Welten überschreiten, ein wenig Natürlichkeit ins Theater und ein wenig Größe ins Fernsehen bringen...

Ihre Laufbahn als Schauspieler ist eng mit Italien verknüpft, mit dessen Kultur und Geschichte (auch auf sozialer Ebene). Was bedeutet es Ihnen, Italiener zu sein?
Ich habe immer anspruchsvolle, verpflichtende Rollen und Filme gewählt, wenn ich es so ausdrücken darf, weil in der epischen Dimension der Geschichte, der Konflikte und der Tragödien unseres Landes auch der Geist von uns Italienern steckt, also der Geist unserer Art, kämpferisch und kreativ zu sein, in unserem zähen Streben nach Gerechtigkeit und Wahrheit. In der heutigen Zeit mag sich das anhören wie ein Paradox, aber wir Italiener wissen, wer wir sind und was wir lieben. Ich habe großes Vertrauen in Italien!

Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an die Orte und Rituale denken, die Ihrer Ansicht nach am besten das Land Italien verkörpern?
Ich denke an die verblüffende Schönheit unserer weltweit einzigartigen Städte, der wir uns zwar voll bewusst sind, die wir aber vielleicht viel öfter bewundern sollten, und ich denke an die in den schmalen Gassen der Altstädte verborgenen Osterien, von denen jede andere Geheimnisse und regionale Traditionen birgt (und die bei uns in Sizilien zusätzlich von arabischen Einflüssen bereichert sind). Denn mit Personen, die einem wichtig sind, gemeinsam eine Mahlzeit einzunehmen, zählt für uns Italiener zu den Dingen, die wir am meisten lieben, dieses langsame, bewusste Genießen und die Faszination von Erlebnissen, die der Zeit widerstehen. Und dann denke ich noch an die Landschaft der Dolomiten, wo ich im Sommer, wenn ich Zeit habe, durch die Berge wandere, aber auch an den ländlichen Charme in Umbrien und an das Meer in Sizilien, das ich besonders liebe.

Sie haben ein sehr geradliniges, kohärentes Image. Was bedeuten für Sie die Begriffe Stil und Eleganz? Gibt es etwas, worauf Sie niemals verzichten würden?
Ich bin nicht der Typ, der ein Image konstruiert, ich bin ich! Was die Menschen sehen, ist, was ich bin. Ich mag es, kohärent zu sein, das zu sein, was ich von mir selbst sage. Stil und Eleganz? Das sind die Freude und die Fantasie, anderen und dem Leben Respekt zu zollen, mit der Kleidung, die wir tragen, wenn wir unsere Tage genießen und unsere Feste feiern. Ich denke, wenn jemand Kleider, Schuhe oder Accessoires kreiert, lässt er seinen eigenen Geschmack und Lebensstil einfließen, nicht wahr? Ich mag langlebige Dinge wie Leder, Wolle, Baumwolle, alle organischen Materialien, die zeitbeständig sind. Was ich nicht mag, sind eilig gefertigte Dinge geringer Qualität, die man nach kurzer Zeit wegwerfen muss. Diese Dinge erscheinen mir wie eine furchtbare Verschwendung.

Gibt es im Hinblick auf Stil und Eleganz eine (noch lebende oder auch nicht mehr lebende) Persönlichkeit, die Sie bewundern?
Eine Art Stilikone? Cary Grant! Er war immer so elegant und voller Ironie... selbst in den absurdesten Situationen, in den Hitchcock-Filmen, zum Beispiel in „Der unsichtbare Dritte“, wo er vor dem Flugzeug flieht, das über seinen Kopf fliegt und ihn töten will. Auf seinen Gesichtszügen sieht man immer eine Art unterschwelliges Lächeln, so als wollte er sagen: Keine Sorge, Leute, es ist doch bloß ein Film!

Warum Tod’s?
Ich denke, die Dinge, über die wir gerade gesprochen haben, stehen im Einklang mit den Werten von Tod’s, wo Stil und Qualität aufeinandertreffen und wo Eleganz stets Synonym für guten Geschmack, Qualität der Rohstoffe und die Fähigkeit ist, etwas Zeitbeständiges zu schaffen. Die Mode, das Theater, ebenso wie Kunst und Kunsthandwerk, werden von Menschen für Menschen gemacht, nicht für „Konsumenten“ und ich habe den Eindruck, dass man sich bei Tod's dieses Unterschieds voll bewusst ist.











Style by Virginia Galateri
Photo by Pietro Olivetta

Special thanks to: Teatro Manzoni Milano





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