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WER KOCHT IN LONDON?
VALENTINE WARNER VERRÄT SEINEN TOUCH
Style and Story By Virginia Galateri

Wann haben Sie beschlossen, Küchenchef zu werden?
Als ich feststellte, dass ich mehr Zeit damit verbrachte, über Dinge nachzudenken, die ich mit Bries und Tintenfisch anfangen kann, als über meine Gemälde. Als Kind stellte ich mich gern neben dem Herd auf einen Stuhl und sah meinen Eltern beim Kochen zu oder ich stöberte in der großen Sammlung alter Kochbücher, die meine Mutter hatte. Mich faszinierten die Bilder, auf denen Gelierförmchen oder seltsames Wildgeflügel zu sehen waren. Ich bin sozusagen auf Umwegen zum Hackbrett gelangt.


Was oder wer inspiriert Sie bei Ihrer Küche?
Alle, deren Gerichte mir schmecken, seien es nun Hobbyköche oder berühmte Küchenchefs. Das kann eine alte griechische Witwe, die Lammkoteletten zubereitet, ebenso sein, wie eine Fischbude an einer mexikanischen Tankstelle oder die wunderbaren Gerichte von Henry Harris im Londoner Racine. Auch eine leckere Provence-Tomate mit Salz kann mich inspirieren. Ich folge einfach meiner Nase und die findet in der Regel Gutes. Ich kritzle viel in kleine Notizbücher, damit ich Restaurants und Inspirationen von Speisen, die ich gegessen habe, nicht vergesse. Meine besondere Leidenschaft ist das Grillen auf Holzkohle. Dieser Rauch ist eine Zutat, der ich niemals überdrüssig werde.

Es gibt zu viele gute Köche und Autoren, um sie alle hier zu nennen. Und es gibt viele Autoren und Köche, aber auch Bauern, Messerschleifer oder Fischer, die meine Art zu Kochen beeinflusst haben. Ich begeistere mich für komplizierte Gerichte, dann wieder für schlichte Landhauskost. Mein Freund Steve Parle, ein hervorragender Küchenchef, beschreibt seinen Stil als „Internationale Großmutter“. Genau das gleiche könnte ich auch sagen.


Sie teilen Ihre Lieblingsrezepte mit der Fangemeinde auf Ihrer Website
(http://www.valentinewarner.com)
Das Teilen ist wichtig. Manchmal muss man taktisch handeln, aber generell freut es mich, wenn auch andere gut kochen. Daher gibt es auf der Website ein Verzeichnis verschiedener Dinge, die ich gefunden habe und die mir gefallen, seien es Speisen und Getränke, Heringe, Zelte, Messer, Angeln oder auch schöne Schuhe von Tod's.


Erzählen Sie von Ihrer ersten Begegnung mit Tod's!
Als Teenager fiel mir am Hafen von Nizza auf, dass dort viele Leute Schuhe in dem gleichen Stil trugen und später erfuhr ich, dass diese Schuhe von Tod's waren.


Was kommt Ihnen ins Gedächtnis, wenn Sie an die Marke Tod's denken?
Ich sehe in Tod's weniger englischen, sondern eher europäischen Look. Beschreiben würde ich ihn als elegant, casual, zweckmäßig, sehr geschmackvoll, aber nicht übertrieben.


Wie würden Sie Ihren eigenen Stil beschreiben?
Das hängt stark von meiner Stimmung und vom Ort ab. Ich kleide mich gern elegant, wenn der Anlass es gebietet. Auf dem Land würde ich sehr wahrscheinlich abgewetzte Outdoor-Kleidung bevorzugen, die nach Wald und Rauch riecht. Meistens trage ich Jeans, ich habe eine kleine Leidenschaft für Gestricktes und ich trag scheinbar immer dann Leinenschuhe, wenn nicht das richtige Wetter dafür ist. Wann immer ich Geld dafür übrig habe, lasse ich meine Hemden maßschneidern.


Was bedeutet Ihnen die Stadt London und warum ist sie ein so großartiger Ort?
London ist meine zweite Heimat, wenn ich nicht auf den Feldern und in den Wäldern sein kann. Sie ist die B-Seite meiner Persönlichkeit. Kunst, Musik, Ausstellungen, Essen und Trinken ... diese Stadt hat so viel zu bieten. Und sie hört nicht auf, einen immer wieder zu überraschen. Mir gefällt die Tatsache, dass man von Stadtviertel zu Stadtviertel den Eindruck hat, an ganz verschiedenen Orten zu sein, die dennoch zusammengehören. Ich ziehe ihr unregelmäßiges Straßennetz den präzisen Quadraten von New York vor. London hält immer etwas Neues, Überraschendes, Unterhaltsames oder Bizarres zum Entdecken bereit.


Welcher ist Ihr Lieblingsort in London und warum?
Zweifellos das Naturkundemuseum. Als Kind habe ich dort ganze Tage verbracht und die Säugetiere, Vögel, Käfer und Skelette studiert. Ich war fasziniert und wanderte mit Stielaugen umher. Auch heute noch hat das Museum auf mich diese Wirkung. Und das Innere des Gebäudes vervielfacht die Schönheit des Inhalts zusätzlich. Aber auch von außen ist es einfach wunderbar. Obwohl die Natur schöner ist als alles was der Mensch je zu schaffen vermochte, dieses außerordentliche Beispiel von Architektur ist die beste Hommage an Mutter Natur, die man errichten konnte.


Welche sind die Dinge, ohne die Sie nicht leben könnten?
Meine Kinder und das Angeln.


Welchen Rat würden Sie einem jungen, aufstrebenden Küchenchef geben?
Verstehe die Natur. Koche mit Liebe oder lass es sein. Bleib schlicht!

Photo by Pietro Olivetta
Kitchen design thanks to www.samrileydesign.com

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