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Jaime Ku

Business & Tendenzen

Die Tage und das Nachtleben einer Frau der Hongkonger High Society.

Beginnen wir mit der Nacht, denn die ist in ihrem Leben am wichtigsten. Jaime und ihr Ehemann Benedict, Creative Director und Managing Partner von Buzz Concepts, betreiben einige der angesagtesten Lokale in Hongkong, das Volar und das Fly zum Beispiel.

Beide lieben Musik und heben sich durch einen ganz persönlichen Stil ab: unkonventionell, aber mit unbestreitbarem Chic.

Der Geschmack von Jaime wurde während ihrer Kindheit in den USA und ihrer Studienzeit in Kalifornien geprägt und nun schafft sie damit neue Tendenzen in Hongkong. Demnächst eröffnet sie ein weiteres Lokal in der Stadt.

"Ich glaube, der Erfolg unserer Lokale ist auch darauf zurückzuführen, dass wir praktisch immer selbst präsent sind, gemeinsam mit unseren Gästen leben auch wir dort. Verliert man diesen persönlichen Kontakt, wäre alles nichts weiter als ein Business und nicht mehr so unterhaltsam und motivierend."

Der Sinn für Stil der Managerin folgt den Tendenzen, verkörpert aber auch die Mama Jaime.

Ich fühle mich elegant: betrachtet durch das Kameraobjektiv… Ich habe einen so hektischen Lebensstil, dass nur selten Zeit bleibt, die allein mir gehört. Bei Foto-Shootings fühle ich mich elegant, nicht nur, weil ich dann so herausgeputzt bin, sondern auch, weil ich in diesen Momenten herunterfahre und mich treiben lasse. Das entspannt mich und ich konzentriere mich mehr auf mich selbst.

Mein Traumkleid: Jean Paul Gaultier Couture – seine Geschichte fasziniert mich. Meine Mutter war die erste, die die Marke Anfang der Achtziger nach Hongkong brachte. Und während ich aufwuchs, habe ich Männer in Röcken (sie lacht) und Frauen mit avantgardistischen Kleidern gesehen. Heute kreiert er leider kein Prêt-à-Porter mehr, aber das führt lediglich dazu, dass ich seine Haute Couture-Kollektionen umso mehr liebe.

Luxus ist ...: Zeit für mich zu haben. Meine Tage sind extrem vollgestopft, mit all den Verpflichtungen mit den Kindern und der Arbeit, die ich vereinbaren muss. Zeit für etwas mehr Schlaf oder einen entspannten Frisörbesuch sind pure Utopie.

Das schönste Geschenk aller Zeiten: Die Gedichte meines Mannes. Auch sein Heiratsantrag war in Gedichtform verfasst. Ich finde es sehr sexy, wenn sich ein Mann auf diese Weise auszudrücken vermag.

Im Ausland: Ich spreche gerne mit neuen leuten, um etwas über ihre Geschichte, ihre Kultur und ihr Leben zu erfahren. Und ich reise niemals ohne meinen chinesischen Oliventee, denn ich schwöre auf antike chinesische Heilpraktiken.

Der Lieblingsort: Mein Zuhause. Damit meine ich nicht das Zuhause aus Stein und Ziegeln, sondern die Menschen, mit denen ich mein Leben teile. Zuhause ist der Ort, an dem mein Herz hängt. Meine Familie ist alles für mich. Das klingt vielleicht banal (sie lacht), aber so ist es.

Der Lieblings-Soundtrack: Einmal im Monat organisiert mein Mann Ben einen DJ-Abend in unserem Club VOLAR und er hat einen hervorragenden Musikgeschmack (sie formt ein Herz mit den Händen und lacht). Er stellt nur für mich verschiedene Playlists zusammen.

Interior Design: Ich mag den Grundsatz „Weniger ist mehr“. Als Ben unser derzeitiges Apartment plante, strebte er vor allem nach einem Gleichgewicht zwischen Ästhetik und Zweckmäßigkeit. Er wählte schlichte Materialien und neutrale Farben und fügte dann persönliche Akzente hinzu, wie Sammlerstücke, Kunstgegenstände oder kunsthandwerkliche Objekte, die wir im Verlauf der Jahre gekauft haben ...

Der Lieblingsfilm: "Zwei Tage, eine Nacht" von Jean-Pierre und Luc Dardenne…. Marion Cotillard spielt einfach unglaublich.

Ängste:
• Die Connection zu verlieren. Ein nicht funktionierendes Telefon würde bei mir Panikattacken auslösen!
• Und ich habe eine unerklärliche Angst vor Luftballons! Wie gesagt, ich mag keine Überraschungen ... und bei Luftballons fürchte ich immer, sie könnten im nächsten Moment platzen!

Nie: ... nie sagen. Immer originell denken.

Immer: Demut. Ich lerne jeden Tag etwas Neues.

Die meistgenutzte Smartphone-App: "Whatsapp" - eine tägliche Notwendigkeit. Ich erinnere mich nur noch vage an Zeiten, in denen ich nicht rund um die Uhr erreichbar war (sie lacht).

Zwei Geheimtipp-Adressen:

1) Der Tisch des Küchenchefs im chinesischen Restaurant des Grand Hyatt Hong Kong, der sich in der Küche befindet. Das Essen ist immer hervorragend und ich finde es sehr unterhaltsam, dabei in der Küche „herumzuschnüffeln“;

2) Tung Bo - Ein chinesisches Restaurant auf einem Markt im Hongkonger Viertel North Point. Das Restaurant hat günstige Preise und ist auf Meeresfrüchte spezialisiert. Die Speisen sind immer frisch und superlecker. Es gibt Bier aus Krügen und nach 21.00 Uhr beschallt der Inhaber das Lokal mit Techno-Musik und tobt sich aus.

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