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Jean Christophe Laizeau

Die Art de Vivre eines leidenschaftlichen Globetrotters

Die Wurzeln, die Heimat, die Küche.

„Ich wurde in Gien, im französischen Département Loiret im Herzen Frankreichs geboren. Und daher stehe ich immer mit beiden Füßen fest auf dem Boden, obwohl ich viel Zeit in Flugzeugen verbringe! Dieses Gefühl der Zugehörigkeit, diese tiefe Bindung zu meiner Heimat kann niemand trennen. Nach dem chinesischen Horoskop bin ich außerdem im Sternzeichen des Pferdes geboren. Nach meinen Hochschulstudien in Jura und Kunstgeschichte habe ich mich der Welt des Journalismus genähert um Auktionskommissar für öffentliche Versteigerungen zu werden. Mich faszinieren Menschen und ich wäre vielleicht auch ein guter Psychologe geworden. Aber am Ende überwog meine Leidenschaft für die Kunst und Kultur und so wurde ich Kommunikationsdirektor bei der Maison de Champagne Ruinart.“

Jedes Jahr wende ich mich an berühmte Vertreter der Kunst und des Designs und bitte sie, den Geist der „plus ancienne Maison de Champagne“ zu interpretieren. Sie werden mir zustimmen, wenn ich sage, dass drei Jahrhunderte Geschichte eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration darstellen!

Mein größtes Glück? Mit Yves Saint Laurent und Pierre Bergé im Bereich der Haute Couture zusammengearbeitet zu haben. Dies ist eine unglaubliche Welt, bevölkert von Persönlichkeiten, die wirken, als seien sie Romanen oder Theaterstücken entsprungen! Im Grunde wirkten auch die Einrichtungen in der Avenue Marceau wie Requisiten eines Theaters! Anschließend habe ich für Loulou de Falaise gearbeitet, eine elegante, schöne und großzügige Frau, mit anderen Worten, eine herausragende Designerin, die wie ich den Luxus der Stadt und die Schlichtheit ländlicher Umgebungen liebt. Eine weitere Gemeinsamkeit war unsere Leidenschaft für Parks. Nichts auf der Welt fasziniert mich mehr als Parks und genau deshalb liebe ich auch Neuilly! Der Blick über den Bois de Boulogne ist atemberaubend. Und außerdem gefällt es mir, ebenso wie Loulou, außerordentlich, Gäste einzuladen und für sie zu kochen.

Mein Lieblingsgericht? Ich gestehe, ich habe eine Schwäche für italienische Küche. Meine ganz persönliche kulinarische Spezialität ist Risotto. Ich bereite es in allen möglichen Varianten zu, mit Safran, Spargel … Ich habe Freunde auf der ganzen Welt, aber wenn ich in Paris bin, lassen sie es sich nicht nehmen, bei mir zum Abendessen zu kommen, obwohl ich in Neuilly, also außerhalb der Stadt, wohne. Der Blick auf den Bois de Boulogne und den Eiffelturm lässt sie jeden zusätzlich gefahrenen Kilometer sofort vergessen.

Ich fühle mich elegant: wenn ich eine gute Tat vollbracht oder jemandem einen Gefallen getan habe.

Das Outfit meiner Träume: Strikt Oversize und das gilt sowohl für den Komplett-Look als auch für das einzelne Oberhemd. Zweifellos ein Überbleibsel aus meiner Zeit bei Saint Laurent!

Das schönste Geschenk: Ein Dankesbrief von meinem Freund Bob Wilson. Darin dankte er mir für ein Abendessen, das ich zu seinen Ehren organisiert hatte.

Im Koffer: Ich reise nie ohne Bücher. Ich liebe „echte Bücher“, mit Seiten zum Anfassen und Umblättern. Das iPad nutze ich nur zum Lesen der Presse. Ich liebe den Geruch von Büchern und auch das Wissen, sie erneut lesen zu können.
Der Lieblingsort: Venedig! Vielleicht weil mein Sternzeichen Löwe ist, wie das von Yves Saint Laurent und Coco Chanel - auch sie liebt Venedig - und weil ich generell ganz verrückt nach Italien bin. Als Alternative würde ich Los Angeles wählen, wo ich vermutlich auch eines Tages hinziehen werde. Was ich an Los Angeles liebe, ist die dortige Lebensart und das Licht.

Musik: Ich höre von allem etwas, ich bin sehr neugierig, aber vor allem liebe ich klassische Musik, mit einer nicht zu bändigenden Leidenschaft für das Klaviertrio Opus 100 von Schubert. Besonders die Ausführung der Brüder Capuçon ist exzellent!

So dekoriere ich meine Wohnung: Mit Schnittblumen fast überall, Peonien oder Orchideen zum Beispiel. Die Orchideen kaufe ich im besten Orchideengeschäft von Paris, bei Sylvain Georges in der Rue des Petits Pères Nummer 4.

Das Lieblingsbuch: „Bonjour Tristesse“ von Françoise Sagan. Ich liebe diese Autorin und kann nicht verstehen, warum die aus den Lehrplänen gestrichen wurde. Sie ist hervorragend. Während meiner Tätigkeit als Journalist hatte ich das Privileg, sie persönlich kennen zu lernen. Damals gab sie mir folgenden Rat: Wenn Sie schreiben, lesen Sie sich das Geschriebene hinterher selbst laut vor!

Der Lieblingsfilm: „Melancholia“ von Lars Trier. Dieses Werk ist eine Art Außerirdischer der Filmkunst, auf halbem Weg zwischen Film und Kunstwerk, dazu die Musik von Richard Wagner ... Ich habe ihn mehrmals gesehen, das erste Mal in meinem Lieblingskino Pagode in der Rue de Babylone.

Ängste: Zu spät zu kommen … IMMERNOCH!

Nie: Jammern. Ich wurde von einer Kinderfrau namens Denise aufgezogen. Sie war wesentlich älter als meine Eltern, sehr herzlich und gleichzeitig streng. „Never explain, never complain.“ Mit dem „Never Explain“ tue ich mich noch etwas schwer, aber das „Never Complain“ setze ich jeden Tag in die Praxis um.

Immer: Das Beste geben. Um nichts bereuen zu müssen.

Lieblings-App: Instagram!

Drei Geheimtipp-Adressen:
Meine Buchhandlung: Librairie Galignani in der Rue de Rivoli in Paris. Danielle, Valérie, Bertrand und Daniele sind wahre Engel! Sie sind immer für mich da, selbst wenn Karl Lagerfeld persönlich Bücher kaufen will.
Mein Lieblingsgarten: Bomarzo, ein Park in der Nähe von Rom, den ich gemeinsam mit Loulou und ihrem Mann Thadée Klossoswki de Rola entdeckt habe. Dieser Ort ist einfach phantastisch! Mit Loulou habe ich ihn häufig besucht, aber seitdem bin ich nie wieder dorthin zurückgekehrt.
Mein Restaurant: Das Voltaire, eine alte Gewohnheit aus der Zeit in Saint Germain des Prés mit Antoine Picot et Thierry. Dort werde ich verwöhnt und Figaro, mein Dackel, wird wie ein König behandelt! Wenn am Wochenende schönes Wetter ist, gehe ich hingegen in die Trattoria Kobo d'Asafumi Yamashita mit Festpreismenü. Asafumi ist ein exklusiver Gemüsegärtner, nur wenige Kilometer von Paris entfernt. Die berühmtesten Küchenchefs lassen sich von ihm beliefern.
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