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Looking at Tod's: Leo 2016.

Design, um über die Welt zu gehen.

Die Fortsetzung von Looking at Tod’s, ist 2016 dem Mokassin Gommino mit der Metallspange Leo gewidmet, ein Projekt unter der Leitung von Giulio Cappellini, das Tod’s mit der Welt des Designs verbindet.
Es hat neun junge Designer und deren Auffassung vom Entwurf des Gommino ins Rampenlicht gerückt. Seitenblicke auf die Welt des Designs, der Architektur und der Kunst wurden von den Kunsthandwerkern von Tod’s in eine limitierte Sonderedition übersetzt (erhältlich bei Tod’s in Via della Spiga in Mailand ab dem 14. April, Design Week).
Keramik, Marmor, Leder, Metall und Holz sind die Materialien, die Giulio Cappellini den fünf von ihm ausgewählten Designbüros für die Untersuchung vorgegeben hat. Treffen wir den Architekten, der vom Time Magazine als einer der zehn weltweit bedeutendsten Trendsetter der Mode und des Designs sowie als hoher Gesandter des italienischen Designs definiert wurde, um uns Einblick in die Regie des Projekts Looking at Tod’s, 2016 zu verschaffen.
Wie hat er die Designer ausgewählt? “Ich habe mir die neue Generation angesehen, fähig eine eigene Sprache zu gebrauchen ohne das Echo der großen Vorgänger. Diese jungen Leute sind Italiener mit Erfahrung und einer globalen Vision. Viele von ihnen arbeiten in Teams mit Ausländern in einer Art Nomadenentwurf, der jeweils durch die Distanz funktioniert.” Was haben sie gemeinsam? “Es ging darum, mit hoher handwerklicher Sensibilität in ein bereits entworfenes Produkt einzusteigen. Sie haben alle eine große Aufmerksamkeit für das Material gemeinsam”. Gibt es bezüglich der Zukunft des Designs schon Tendenzen? “Es gibt die Lust zu experimentieren, mit der eigenen Herstellung herumzuspielen, man untersucht das Material wieder mit den Händen. Zusammengefasst: weniger reine Wiedergabe und mehr Prototypen.”

Was, wie und warum. Ein Wort zu den fünf Designstudien.

Enrica Cavarzan und Marco Zavagno, ZAVEN
Die Vergangenheit ist die Zukunft.

Niedergelassen in Venedig arbeiten sie an einer Vereinigung von Design, Kunst und Kommunikation. Ihr Material, um zu Leo zurückzukehren, ist das Holz. Bezüglich der Spange bedeutet dies: “Wir haben an eine lebendige Veränderung des eleganten Klassikers gedacht, indem wir das Holz an tropische Pflanzen angelehnt haben.”

1.   Der Schuh erinnert an was? Eine Wiese. Wenn du ihn anziehst, wirst du vom Komfort umkränzt.

2.   Was ist am Gehen interessant? Der Moment, in dem sich der Absatz hebt: von höchster Spannung.

3.   Was zieht mehr an? Tradition oder Avantgarde? Die Vergangenheit ist die Zukunft, wir können sie nicht unterscheiden. Auch auf einem zugebundenen Herrenschuh mit der Eleganz des 19. Jahrhunderts sehen wir sofort die absichtlichen Kratzer als zeitgenössisches Experiment.

4.   Der Schuh erzählt über eine Person was? Wenn er zu gepflegt ist, Versessenheit, ansonsten die Leichtigkeit des Lebens.


LEONARDO TALARICO
Sachter Futurismus

Ein Design des Wesentlichen: “Wo alles ordentlicher ist, auch das Chaos”. Reinheit und Klarheit sind die Signatur, beispielsweise seiner Landscape-Vasen, Schalen und kleinen Stelen, die eine geistige Landschaft wie aus dem Zen erzeugen. Seine Herausforderung bezüglich des Gommino Leo, von dem Leonardo die Frontlasche mit der Spange entfernt hat, ist aus Titan. Damit ist er das Thema mit einem Verweis auf die Haute Couture angegangen: avantgardistisch halten Klemmen die Seitennähte des Gommino von Tod’s zusammen.

1.   Der Schuh erinnert an was? Eine Vase. Beide dienen dazu etwas zu umkleiden. Ich mag Blumen nicht besonders, aber ich plane viele Vasen.

2.   Was ist am Gehen interessant? Der Druck, mit dem der Schuh auf dem Boden aufsetzt, spiegelt den eigenen Seelenzustand wider.

3.   Was zieht mehr an? Tradition oder Avantgarde? Vor allem eher die Linien als das Material, vorzugsweise fortschrittliche Ideen, die aber die Vergangenheit respektieren mit einem sachten Futurismus.

4.   Der Schuh erzählt über eine Person was? Das Geheimnis ist, wie sie ihn anzieht. Bezüglich der Auswahl des Modells warte ich mit einem Urteil mindestens zwei Begegnungen ab.


Tommaso Nani, von MIST-O.
Pop pattern, Milan-Tokyo

Tommaso Nani arbeitet mit seinem japanischen Kollegen Noa Ikeuchi aus Tokio. Die Ästhetik der beiden Kollegen ähnelt sich. Jeder liebt das Land des anderen. Für Looking at Tod’s, haben sie eine Pop-Lesart von Gommino und Keramik geplant, das ihnen als Material zugedacht worden ist. Ein Muster mit Quadraten, leger gedruckt wie ein Wurf Konfetti – interpretiert die zeitlose Eleganz des Schuhs neu. Als Relief geprägt, um die Dreidimensionalität der Oberfläche wie auf Leder fühlen zu können.

1.   Der Schuh erinnert an was? An ein Gefäß. Ein Acçessoire, das du personalisierst und betrachten willst, wie den Schuh, den du anziehst.

2.   Was ist am Gehen interessant? Die Bewegung des Ganzen, wahrzunehmen als ein einheitlicher Block, abstrakt.

3.   Was zieht mehr an? Tradition oder Avantgarde? Die Kombination, die Personalisierung, die Avantgarde. Mich interessieren gebrauchte Materialien, die viele Sprachen sprechen, auch Forschungsmaterialien.

4.   Der Schuh erzählt über eine Person was? Du kaufst ihn für dich: um ihn an deinen Füßen zu haben, den ganzen Tag. Wie sehr er sich in den Stil integriert oder ihn ausfüllt, er ist ein Prüfstein der Extroversion.


LANZAVECCHIA+WAI, Pavia-Singapore
Die Reise zusammenstellen

Francesca Lanzavecchia: “Wir arbeiten zusammen, von Pavia und Singapur aus, für Projekte, die zwei Kulturen widerspiegeln und die nach vorne tragen und so die Reise beginnen”. Vorwärts geht es auch mit der Applikation des Marmors auf den Gommino Leo: “Ein Traditionsschuh aus meiner Kindheit und der Marmor als Material, das ebenso zeitlos ist: er teilt das weiche Leder von Tod’s in zwei Hälften, wie eine Intarsie”.

1.   Der Schuh erinnert an was? An einen Koffer, an die Reise. Der Schuh nützt, um sich fortzubewegen, bis hin zur Flucht.

2.   Was ist am Gehen interessant? Sehen, ob der Kopf unbewegt bleibt, und mich fasziniert, wer die Schuhspitze gekonnt aufsetzen kann. Schließlich habe ich sie verziert.

3.   Was zieht mehr an? Tradition oder Avantgarde? Ich finde immer das Einbringen von Metall sehr interessant und ich mag Probemodelle. Dies meine ich mehr als Skulptur als als Fluchtmittel.

4.   Der Schuh erzählt über eine Person was? Ein Schuh ist deine Art durch die Welt zu laufen: der Wunsch in Erscheinung zu treten, zu zeigen, woher du kommst, wieviel du unter Kontrolle haben willst.


Giorgia Zanellato und Daniele Bortotto
Suchen ohne Pause

Sie haben 2013 die Kollektion Acqua Alta präsentiert, dann mit historischen Firmen zusammen gearbeitet wie Rubelli und Moroso, mit großer handwerklicher Aufmerksamkeit und Recherche. Ihr Material: Leder. “Wir haben einen großen Klassiker neu interpretiert, indem wir die Spange verschwinden ließen und sie durch ihre eigene Schablone ersetzt haben, handwerklich thermogeformt und von Hand genäht.”

Daniele und Giorgia, in der Reihenfolge ihres Erscheinens:

1.   Der Schuh erinnert an was? Ein Glas. // Ein Teppich.

2.   Was ist am Gehen interessant? Es erzählt so viel davon, wie du bist. // Der schnelle Rhythmus.

3.   Was zieht mehr an? Tradition oder Avantgarde? Ein schöner Hauch von Vergangenheit. // Die Vergangenheit, vor allem in der Form.

4.   Der Schuh erzählt über eine Person was? Die Farbe: wer grau wählt ist, es auch ein wenig. // Die Form: mir ist sympathischer, wer runde Formen auswählt.

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