Caroline Issa

Die Kultur der Mode.

Im Sinne der Autorin des Blogs becauselondon.com und der Fashion Direktorin von Tank oder … der meistfotografierten Frau der Welt …

Sie wurde in Kanada als Tochter einer chinesischen Mutter und eines iranischen Vaters geboren, strahlt eine multikulturelle Schönheit und Denkweise aus, stieg vom Management in die Styling-Redaktion des Tank Magazines um und ist die Autorin des anspruchsvollen Blogs becauselondon.com … in London, wo sie lebt und wo wir sie treffen. In ihrem Apartment, das einst eine Werkstatt war: für alte Flugzeugmotoren.

Mit ihr sprechen wir heute hingegen vom Besten der Moderne. Über Kunst, Musik, Architektur und Design berichtet das Tank Magazine, eine quartalsweise erscheinende Zeitschrift von Masoud Golsorkhi, ein Sammelmagazin, das Kultur und Mode verschmelzen lässt, Letztere nach der Interpretation von Caroline Issa. Sie trifft die Entscheidungen über Stil und Tendenzen und das nicht nur auf den Seiten des Tank. In einem strikten Gleichgewicht zwischen Wagemut und Couture, belebt mit Farbakzenten, wie nur sie sie erschaffen kann. Jeder ihrer Looks ist ein Sammlerstück, ebenso wie jede Ausgabe von Tank. Die Sequenzen von Kunst, Fotografie, Grafik und Interviews werden im Tank Book gesammelt. Das „Best of Tank Magazine 1998-2000“ beinhaltet Kult, aber auch Issa-Gedanken. „Mode und Kunst hängen zusammen, aber auch die Architektur hat einen starken Einfluss. Es geht jedes Mal darum, eine Perspektive zu schaffen, natürlich Referenzen oder auch nur bestimmte Design-Linien, oder man kann von einer Skulpturen-Ausstellung beginnen… alles kann meine Fotoserien inspirieren.“

Und wer hat Sie im Leben stark inspiriert? „Der chinesische Teil von mir, die Sommer, die ich in Singapur bei meiner Großmutter verbracht habe.“

Caroline Style.
Blazer und Kostüme mit Herrenschnitt, Kleider aus Seide und Chiffon und hohe Absätze, Accessoires in falschen Kontrasten und das Rot des Lippenstiftes im Zentrum der Aufmerksamkeit. Ihr Stil bewegt sich durch Tag und Nacht, durch Maßschneiderei und Ultra-Feminines. Sie wagt das Exzentrische ohne Künstelei. Caroline ist anders als alle anderen, mitunter auch anders als sie selbst, und als Unterschrift verwendet sie eine Variable.

Das Gewagte? „Ich kombiniere Gewebe und Drucke, wie es sich sonst niemand trauen würde. Ich breche die Strenge eines Kostüms im Herrenschnitt mit Street Style- Elementen oder voluminösen Schleifen.
Und ich zögere nie, einen Farbakzent hinzuzufügen.“ No Go: „Unkomfortable Kleidung, und sei es das schönste Stück der Welt.“ Immer: „Ich investiere viel in Düfte.“

Farben: „Ich nutze sie, wagemutig, ich spüre sie an mir. Ich mag kein Total Black. Das habe ich in der Vergangenheit viel getragen, heute finde ich es langweilig. Jetzt fordere ich Kombinationen mit einem leicht unpassend wirkenden Touch, mitunter in einem etwas giftigeren Ton. Sommer mit Tod’s: „Ein Farbenspiel aus Rosa- und Bordeaux-Tönen. Und Ballerinas, in allen Farbnuancen.“ Proportionen: „Ich kreise immer um eine gewisse Länge, fast Retrò, mit Röcken und Kleidern kurz unter dem Knie. Ich finde längere Röcke sehr ladylike und dennoch sexy: Die weiten Röcke von Tod’s zum Beispiel …“ Im Kleiderschrank: „Kostüme mit Herrenschnitt, sehr feminine Kleider, Damenblusen und Avantgarde-Shirts. Außerdem Strickjacken, immer knapp geschnitten.“ ihre 5 Must Haves: „Meine weiße Bluse und die Blau-Goldene, ein Cocktailkleid in gewagtem Vintage-Look, ein sehr modisch eleganter Trenchcoat und ein Paar Schuhe mit hohen Absätzen.” Die Auswahl ist komplex, Carolines Schuhe sind überall, im Schrank, im Schlafzimmer, im Bad, sogar im Bücherregal …

Issa-Style-Stand-Out
In zufälliger Reihenfolge saust sie durch die Straßen der Mode, mit Outfits wie diesen:
- Bluse mit Ethno-Druck und Pochette mit Paisley-Muster.
- Schwarze Hose und weißes T-Shirt, Volumen im gewellten Haar und Maxi-Sonnenbrille als Blickfang.
- Bunt bedruckte Hose, dazu ein dunkelblauer Blazer und darunter ein T-Shirt mit der Aufschrift sweet-twist.
- Couture-Parka, dazu Leggins und hohe Absätze, alles in Erdfarben.
- Gelbes Kleid mit schwarzem Ramagé, kombiniert mit einer großen Tasche in Salbeigrün.
- Hose mit grün-blauem Schottenkaro und Bluse mit schwarzer Spitze.
- Hose in Zitronengelb und Kragen in Electric Blue, der unter einer knappen Retrò-Strickjacke mit gelb-weißem Wabenmuster hervorschaut.
- Bluse in Pastellrosa, Plisseerock in Pastellgrün und schwarze Absatzschuhe.
- einem langen bestickten Kleid, getragen am Tag.
- Rock mit Leopardenfelldruck, minzgrüne Bluse, dazu ein Mantel, ebenfalls mit Leopardenmuster, über den Schultern, Jeans und eine bedruckte Bluse.
- Der besondere Touch des bedruckten Kleids sind die dazu getragenen Pumps in Milchweiß, ungewöhnlich und zart gewagt.
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