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Chiara Grimani

Das Licht in Chiaras Räumen.
Ein Stil der Synthese und des Designs in einem sehr zeitgenössischen Venedig.

Als Venezianerin mit adeligen Wurzeln, 31 Jahre alt, aufgewachsen im Palazzo der Familie am Canal Grande, definiert sich Chiara mit äußerster Bescheidenheit als schüchtern, sportlich, dynamisch und enthusiatisch.
Sie ist eine Nachfahrin der Grimani, einer gefeierten venezianischen Familie, die schon in der Renaissance mehrere Palazzi an der Lagune besaß, und die in Folge drei Dogen gestellt hat, ferner Händler, Diplomaten und Kapitäne obersten Rangs, sogenannte “Kommandanten zur See” (“comandanti da mar”).
Eben dieses Meer hat Chiara nicht verlassen, Segeln ist ihre Leidenschaft, ebenso wie die Liebe zur Innenarchitektur, die sie zum Studium des Interior Design in Mailand gebracht hat. Um dann mit einer Freundin ein Unternehmen zu gründen, das auf Hoteldesign spezialisiert ist, www.hceandpartners.com/ .
“Raumaufteilung hat mich seit jeher fasziniert. Schon als ich klein war und die Familie die Wohnung gewechselt hat, habe ich stundenlang den Grundriss studiert”. Heute? “Innendekor bedeutet, die Beziehungen zwischen den äußeren und inneren Gegebenheiten zu respektieren.”
Nehmen wir als Beispiel das Carnival Palace in Venedig, ein alter Palazzo, in denen das Büro H. C. E. die Anforderungen des Traditionellen übersetzt hat: moderne Wallpapers anstelle von Wandstoffen, helles versiegeltes Holz, alles in einem Gleichgewicht, das so weit entfernt ist vom Minimalstil wie vom Barock, nach Chiara angelehnt an das Zeitgenössische.
Ein Hotelprojekt in Kalabrien ist ferner gerade fertiggestellt, im Nationalpark Sila, eingerichtet als handele es sich um einen Berg. Im Erdgeschoss helles Grün wie eine Wiese, dann im ersten Stock die Atmosphäre und die Farben des Waldes, um auf der dritten Ebene in totales Weiß und Grau einzutauchen, durchbrochen von warmen Lichtakzenten, eine Widmung an den Schnee, von dem man dort eingehüllt zu sein scheint.
Über allem das Licht: “Ein fundamentaler Aspekt in jedem Ambiente, es schafft die Räume und die Atmosphäre. Ich mag Deckenleuchten in der Mitte des Raumes nicht besonders, besser man hat mehrere verschiedene Lichtquellen, Tischleuchten oder über den Raum verteilte Deckenfluter.
Venedig heute: Es ist nicht leicht, hier zu leben, mein Mann und ich organisieren gemeinsam sämliche Besorgungen, um die Zeit optimal zu nutzen, die immer genau bemessen ist. Banalerweise ist es kompliziert, in Venedig einzukaufen, besser man kann sich per Boot über das Wasser bewegen.
Segeln: Ist die Leidenschaft der Familie, übertragen von Chiaras Vater, bis Chiara vor einigen Jahren die Idee gekommen ist, eine Besatzung aus “Familie und Freunden” zusammenzustellen, um anspruchsvolle Regatten im Mittelmeer meistern zu können, vor allem aber, um sich gemeinsam zu vergnügen.
Das ganze Jahr über verbringt die Familie die Wochenenden damit, einem Kalender von Regatten in ganz Italien und woanders zu folgen, als Team bestehend aus ihrem Vater, ihrem Mann Andrea, ihrer Schwester und ihrem Schwager, nur die Mamma sieht vom Ufer aus zu.
Segeln und Interiordesign erfordern beide eine gewisse Logik der Synthese, wie sie tatsächlich aus dem Stil der jungen Grimani hervorgeht, einem Stil simpler Weisheit, der, wie wir wissen, das Synonym der Eleganz ist.
Mein Stil.

Ich fühle mich elegant: Immer und nur, wenn ich mich wohlfühle, tendenziell mit einem Paar Jeans und einem Hemd.
Mein Traumoutfit: Das war mein Hochzeitskleid: es hatte ein für mich ideales Dekolleté und war weder schwer noch umständlich, ich konnte also den ganzen Abend tanzen!
Im Koffer.
In meinem: Jeans und Sneakers, ein Badeanzug und ein Blazer.
Auf dem Schiff: Eine weiche Tasche, niemals ein Trolley, 5 Badeanzüge und Pareos, eine Windjacke, ein dicker Pullover für abends, geschlossene Schuhe auch um auf Deck zu stehen, Flip-Flops, um schnell vom Schiff gehen zu können, zwei Outfits für über den Badeanzug zum Einkaufen, zwei Cocktailkleider, Shorts und T-Shirts für Landausflüge.
In Venedig: Zwei Ratschläge: Sneakers für Besichtigungen und um auf den Kanälen von Boot zu Boot steigen zu können, Mokassins für den Abend. Eine Jacke auch im August, wo man sich abends mit dem Boot bewegt.
Mein schönstes Geschenk: Das habe ich von meinem Vater bekommen: lieben zu können und das Meer zu respektieren.
Das Buch: “Novecento” von A. Baricco. Es erzählt vom Leben und dem Meer.
Der Film: Ich hege eine wahre Leidenschaft für die gesamte “007” -Reihe.
Ängste: Die mir nahe stehenden Menschen zu verlieren. Niemals: Sich an die schlechte Erziehung anderer gewöhnen.
Immer: NIEMALS urteilen.
Meine LieblingsApp: Instagram und Spotify.

Meine drei venezianischen Adressen:

•   Die Buchhandlung Acqua Alta, in der Calle Lunga Santa Maria Formosa, ein magischer Ort. Man muss dort persönlich hingehen und das Gefühl erleben, buchstäblich zwischen Büchern zu leben ... es ist unmöglich, diesen Ort mit Worten zu beschreiben!

•   Aperitiv auf der Terrasse der Compagnia della Vela, meinem Seglerclub auf der Insel San Giorgio.

•   In der Locanda Cipriani auf der Insel Torcello zu essen, ein wunderbarer und zeitloser Ort.

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